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Betsi und Energie Vital  sind Gesundheitsvorsorgeprogramme für Versicherte, die in Unternehmen beschäftigt sind.

Betsi und Energie Vital – Präventionsleistungen der Deutschen Rentenversicherung

Eine steigende Lebenserwartung, die Zunahme chronischer Krankheiten sowie die Verlängerung der Lebensarbeitszeit der Beschäftigten sind Entwicklungen, denen sich die Gesellschaft und auch die Rentenversicherung stellen müssen. Die gesetzliche Rentenversicherung bietet daher ihren Versicherten, die aufgrund von belastenden Arbeitsumständen einem höheren gesundheitlichen Risiko unterliegen, Präventionsleistungen zur Förderung ihrer Gesundheit an. Die präventiven Leistungen des gesetzlichen Rentenversicherungsträgers basieren auf dem Wissen, dass frühzeitige medizinische und multiprofessionelle Interventionen bei verhaltens- bzw. lebensstilbedingten Gesundheitsbeeinträchtigungen positive Auswirkungen auf die Gesundheit und damit auch auf die Beschäftigungsfähigkeit haben. Die Vermeidung manifester Gesundheitsbeeinträchtigungen und eines konkreten Rehabilitationsbedarfs (im Sinne von § 10 SGB VI) dient der Sicherung einer dauerhaften Beschäftigungsfähigkeit.

Als Pilotprojekt der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd gestartet, hat sich das Präventionsprogramm „Betsi – Beschäftigungsfähigkeit teilhabeorientiert sichern“ im Centrum für Prävention etabliert. Mit “Energie Vital” gibt es zudem ein Programm, bei dem die seelische Gesundheit im Fokus steht. Themen, wie “Resilienz stärken”, “Stress bewältigen” oder “Entspannungstechniken einüben”, stellen wichtige Inhalte dieses Programms dar.

Sowohl Betsi als auch Energie Vital sind Präventionsprogramme mit stationären und ambulanten Phasen, die sich an die Beschäftigten interessierter Unternehmen richten und in ein betriebliches Setting eingebettet sind.

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Zielgruppe

Unsere Präventionsprogramme Betsi und Energie Vital richten sich an Beschäftigte interessierter Unternehmen, die bei der Deutschen Rentenversicherung aktiv versichert sind. Darunter fallen Mitarbeiter, die ein gesundheitsgefährdende Beschäftigung ausüben oder die bereits bestehende gesundheitliche Beeinträchtigung vorweisen, wie zum Beispiel:

  • Gewichtsprobleme
  • Bewegungsmangel
  • Rückenbeschwerden
  • Bluthochdruck
  • Diabetes Mellitus
  • Ungünstige, belastende Arbeitsbedingungen (z.B. Schichtarbeit, Arbeitsdichte, Leistungsdruck, Lärm, Kälte oder Hitze)
  • Psychische Belastungen (z. B. erhöhte Stressanfälligkeit, Konzentrationsstörungen, nachlassende Motivation, Konflikte in der menschlichen Interaktion oder Überengagement)
  • Auffällige Medikation

Die Präventionsprogramme sind allen Versicherten der Deutschen Rentenversicherung zugänglich.

Präventionsgruppe

Gesunde Beschäftigte im Unternehmen

Gesunde Beschäftigte sind der wichtigste Baustein im Unternehmen, denn:

  • sie erzielen bessere Arbeitsergebnisse.
  • sie haben weniger Fehlzeiten und eine höhere Motivation.
  • sie steigern den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens und bleiben diesem mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten länger erhalten.

Das Anliegen der Präventionsprogramme ist es, auf die individuelle Lebensführung, die gesundheitliche Verfassung und die Selbstkompetenz der Teilnehmer/innen einzuwirken. In diesem Zusammenhang lassen sich wichtige Zielsetzungen ableiten:

  • Förderung von Motivation und Aktivität bezüglich eines eigenverantwortlichen und gesundheitsbewussten Verhaltens
  • Risikofaktoren erkennen, beseitigen sowie Schutzfaktoren entwickeln und ausbauen
  • Vorbeugung chronischer Gesundheitsstörungen
  • Besserer Umgang mit körperlicher und psychischer Anspannung
  • Förderung der Stress- und Konfliktbewältigungsfähigkeit am Arbeitsplatz
  • Förderung von Bewegung und Körperwahrnehmung
  • Schmerzprophylaxe
  • Möglichst langer Erhalt der Erwerbsfähigkeit
  • Vermeidung späterer Teilhabeleistungen oder gar Erwerbsminderungsrenten

Ablauf und Inhalte der Präventionsleistungen

Unsere Präventionsprogramme Betsi und Energie Vital setzten bei der frühzeitigen Förderung gesunder Lebens- und Arbeitsstrategien an. Beide Programme werden in Gruppen durchgeführt und gliedern sich in vier aufeinander aufbauende Phasen:

Die einzelnen Phasen des Präventionsprogramms Betsi

Betsi richtet sich gezielt an Mitarbeiter/innen interessierter Betriebe, die bei der Deutschen Rentenversicherung aktiv versichert sind. Präventionsleistungen zur Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit können Versicherte bei ersten gesundheitlichen Beeinträchtigungen erhalten.

Initialphase

Das erste Modul, die sogenannte Initialphase, findet im Centrum für Prävention statt. Die Teilnehmer werden in Gruppen von jeweils 12 – 15 Personen zusammengefasst. Im Vordergrund stehen neben diagnostischen Untersuchungen (Statuserhebung) vor allem aktives Training und Aktivierung, Schulungen und Gesundheitsseminare sowie die Motivation zur Eigeninitiative.

Inhalte der Initialphase im Centrum für Prävention:

  • Aufnahme und Untersuchung durch den Arzt
  • Diagnostische Untersuchungen im Rahmen eines Gesundheitschecks
  • Arztvortrag zum Thema Prävention, Risikofaktoren und Salutogenese
  • Gesundheitsseminare zu Themen wie gesunde Ernährung, Psychologie (Stress/Schlaf), Bewegung und Fitness
  • Rückenschule
  • Kraft und Fitnesstraining
  • Aquafitness
  • Nordic Walking
  • Präventives Gesundheitstraining mit Pulskontrolle – Outdoor
  • Entspannungsübungen
  • Physikalische Therapie zur Selbsthilfe
  • Abschlussbesprechung
  • Möglichkeiten der Freizeitgestaltung: Badestrand/See, Sauna und Schwimmbad, Kegeln, Nordic Walking und weitere Freizeitangebote des Centrums für Prävention.

Ambulante Trainingsphase

Unmittelbar nach Abschluss der stationären Initialphase folgt eine ambulante Trainingsphase.

In dieser Phase wird die Gruppenarbeit am Wohn- oder Beschäftigungsort mit einem Kooperationspartner, ggf. auch in einer unternehmenseigenen Trainings- und Therapieeinrichtung, 1,5 Stunden pro Woche fortgeführt.

Der Teilnehmer wird motiviert, die vereinbarten Gesundheitsziele konsequent und in Eigenverantwortung zu verfolgen sowie einem Rückfall in alte Gewohnheiten entgegen zu wirken.

Schwerpunkt sind die aktiven Therapien, wie z. B. Ausdauertraining (Joggen, Walking, Ergometertraining etc.).

Ein weiterer Bestandteil ist die medizinische Trainingstherapie. Auch die Teilnahme an Fitnessgruppen (Rückengymnastik, Aerobic etc.) oder aktive Wasseranwendungen, wie z. B. Aquajogging und Wassergymnastik, sind möglich. Darüber hinaus stellen Entspannungs- und Stressbewältigungseinheiten sowie die Ernährungsberatung wichtige Bausteine dar.

Eigenaktivitätsphase

In der sich anschließenden sechsmonatigen Eigenaktivitätsphase führt der Teilnehmer das Programm in Eigeninitiative fort. In dieser Phase sollen die Teilnehmenden die vermittelten Ansätze zu Verhaltens- und Lebensstiländerungen eigenverantwortlich im Alltag umsetzen. Angebotene Kurse der ambulanten Einrichtung, des örtlichen Sportvereins oder der Krankenkassen können eine hilfreiche Unterstützung bieten.

Auffrischungsphase

Die Auffrischungsphase, die in Form von zwei Refreshertagen wieder im Centrum für Prävention in Bernried stattfindet, hat zwei übergeordnete Zielsetzungen. Zum einen werden alle anfangs durchgeführten diagnostischen Erhebungen wiederholt und zu den Ergebnissen aus der Initialwoche in Beziehung gesetzt. Zum anderen soll durch den Erfahrungsaustausch über die vorangegangenen Phasen die Motivation zu einer gesunden Lebensführung aufrechterhalten werden.

Die einzelnen Phasen des Präventionsprogramms Energie Vital

Energie Vital ist ein Programm mit einem psychologisch-psychosomatischen Schwerpunkt. Die seelische Gesundheit steht im Vordergrund.

Initialphase

Die einwöchige Initialphase findet im Centrum für Prävention statt. Die Teilnehmenden werden in Gruppen von jeweils 12 – 15 Personen zusammengefasst. Neben einer diagnostischen und psychologischen Statuserhebung stehen Seminare zur psychischen Gesundheit, das aktive Erleben möglicher alternativer Umgangsweisen, die Entwicklung von Schutzfaktoren, die Motivation zur Eigeninitiative sowie die Erarbeitung konkreter Ziele für die anschließende Trainings- und Selbststeuerungsphase im Mittelpunkt.

Inhalte der Initialphase:

  • Erhebung der persönlichen Stressbelastung, des Wohlbefindens sowie psychophysischer Beschwerden
  • Individuelle Besprechung der Ergebnisse mit einer Psychologin
  • Erhebung eines ärztlichen Kurzbefundes
  • Gesundheitsseminare und Übungen zu unterschiedlichen Themen, wie:
    > Identifikation individueller Stressfaktoren
    > Strategien zu Stressbewältigung
    > Resilienzfaktoren
    > Gesunder Schlaf
    > Entspannung und Achtsamkeit
    > Ernährung
    > Anleitung zu Kraft-, Ausdauer- und Fitnesstraining
    > Festlegung individueller Ziele und Erstellung eines Präventionsplans für die Trainings- und Eigenaktivitätsphase
    > Informationen zur webbasierten Unterstützung während der ambulanten Trainingsphase

Ambulante Trainingsphase

Unmittelbar nach Abschluss der Initialphase beginnt die 12–wöchige ambulante Trainingsphase. In dieser Phase werden die Teilnehmenden bei der Umsetzung der Ziele und Pläne für eine Lebensstiländerung weiterhin vom EnergieVital-Team betreut. Diese Unterstützung wird vorwiegend webbasiert – über einen personalisierten Zugang zu einem Webportal bzw. einer App für das Smartphone – angeboten.
Über die Plattform werden spezifische Übungs- und Informationsbausteine zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus findet ein regelmäßiger Austausch mit den Psychologen des EnergieVital-Teams statt. Auch werden Telefonsprechzeiten angeboten. Die Gewährleistung einer individuellen Betreuung, wie z. B. Hinweise für weiterführende Angebote externer Anbieter, kann auf diesem Wege sichergestellt werden. Zusätzlich ermöglicht die digitale Dokumentation der Aktivitäten einen Überblick zum Verlauf der eigenen Entwicklung.
Die einzelnen Bausteine in der ambulanten Trainingsphase beziehen sich auf die in der Initialphase angesprochenen Inhalte und die individuellen Ziele. Damit werden relevante Themen verstetigt und vertieft.

Eigenaktivitätsphase

In der sich anschließenden Eigenaktivitätsphase, die sich über sechs Monate erstreckt, führen die Teilnehmenden das Programm in Eigeninitiative fort. In dieser Phase sollen die vermittelten Ansätze zu Verhaltens- und Lebensstiländerungen eigenverantwortlich im Alltag umgesetzt werden. Durch das Offenhalten der Webplattform und App aus der ambulanten Trainingsphase haben die Gruppenteilnehmenden weiterhin Zugriff auf die Inhalte. Es besteht auch die Möglichkeit, die Trainingsdokumentation weiterzuführen. Die fortgesetzte Nutzung der Plattform ermöglicht auch den weiteren Austausch der Teilnehmenden untereinander. Gerade in dieser Phase kann die gegenseitige Unterstützung in der Gruppe einen wertvollen Beitrag dazu leisten, motiviert „am Ball zu bleiben“, etwaige Rückschläge aufzufangen und die eigenen Ziele zu stärken.

Auffrischungsphase

Die Auffrischungsphase, die in Form von zwei Refreshertagen wieder im Centrum für Prävention in Bernried stattfindet, hat zwei übergeordnete Zielsetzungen. Zum einen werden alle anfangs durchgeführten diagnostischen Erhebungen wiederholt und zu den Ergebnissen aus der Initialwoche in Beziehung gesetzt. Zum anderen soll durch den Erfahrungsaustausch über die vorangegangenen Phasen die Motivation zu einer gesunden Lebensführung aufrechterhalten werden.

An den Refreshertagen werden in Gruppenform die folgenden Themen angeboten:

  • Erfahrungsaustausch der Teilnehmenden über ihre individuellen Aktivitäten und Übungen unter dem Blickwinkel der bisher erzielten Effekte und eventueller Probleme bei der Umsetzung
  • Erarbeitung von Möglichkeiten zur weiteren Selbstmotivierung
  • Information zur Sensibilisierung für eine psychische Beeinträchtigung, um ggf. frühzeitig Hilfen einleiten zu können: Es werden Frühwarnzeichen, Behandlungsmöglichkeiten und Anlaufstellen für Unterstützungsmöglichkeiten vorgestellt.

Was bietet das Centrum für Prävention?

Das Centrum für Prävention ist eine Einrichtung der Klinik Höhenried gGmbH und befindet sich in zentraler Lage im alten Ortskern von Bernried. Der Bernrieder Park mit seinen alten Eichen grenzt an das Grundstück an und lädt in den Pausen oder am Abend zum Spazieren ein. Auch das Seeufer ist nur wenige Gehminuten entfernt. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Regionalbahn, ca. 30 Minuten vom Hbf München) erreicht man das CeP in ca. 8-10 Gehminuten vom Bahnhof. Auch die Anreise mit dem Auto ist über die A95 und den Ausfahrten Starnberg oder Seeshaupt möglich. Rund um das Haus befinden sich ausreichend Parkmöglichkeiten.

Für die Durchführung der Prävention ist ein multiprofessionelles Team aus Fachärzten, Psychologen und therapeutischem Fachpersonal verantwortlich.

Alle diagnostischen und fachärztlichen Untersuchungen finden in den umfassend ausgestatteten Räumlichkeiten des Centrums für Prävention statt. Für die gruppentherapeutischen Einheiten stehen ausreichend große Gymnastik- und Seminarräume sowie eine moderne Medizinische Trainingstherapie zur Verfügung.

Das vorhandene Schwimmbad ermöglicht Anwendungen im Wasser sowie freies Schwimmen am Abend. Eine Sauna sorgt für Entspannung.

Das Haus selbst verfügt über 76 Zimmer, die modern und komfortabel ausgestattet sind. Es gibt ein lichtdurchflutetes Restaurant, in dem die Teilnehmenden Frühstück, Mittag- und Abendessen zu sich nehmen können. Weiterhin ist ein Stüberl mit Leseecke und Kegelbahn vorhanden.

Wer trägt die Kosten?

Da die medizinische Prävention zu den Pflichtleistungen der Deutschen Rentenversicherung gehört, übernimmt diese auch die Kosten für die Initialphase, ambulante Trainingsphase sowie Auffrischungsphase (Refresher). Während der Eigenaktivitätsphase können möglicherweise Angebote der Krankenversicherungen in Anspruch genommen werden. In dieser Phase fallen nicht zwangsläufig Kosten an.

Zugang und Beantragung der Präventionsleistung

Die Präventionsprogramme Betsi und Energie Vital für Unternehmen und Großbetriebe erfolgen immer in Kooperation mit dem Gesundheitsdienst des entsprechenden Unternehmens. Somit entsteht eine Vernetzung der Prävention mit vorhandenen Rehabilitations- bzw. Präventionsstrukturen und dem betrieblichen Gesundheitsmanagement. Die enge Einbindung der Betriebs- und Werksärzte spielt eine wichtige Rolle, z. B. bei der Identifikation von Risikofaktoren, die eine Teilnahme am Präventionsprogramm begründen können. Der Betriebs-/Werksarzt informiert die Mitarbeiter über das Konzept, überprüft die medizinischen Voraussetzungen und erstellt einen ärztlichen Befundbericht, wobei Letzteres nicht zwingend erforderlich ist. Die Beantragungsunterlagen werden dem zuständigen Rentenversicherungsträger zur Bewilligung vorgelegt.

Qualitätssicherung und Dokumentation

Um den Erfolg der Präventionsprogramme Betsi und Energie Vital zu beurteilen, wird eine umfangreiche Nachbetrachtung durchgeführt. Ziel ist die Prüfung des Erfolgs der Präventionsmaßnahme. Profitieren die Teilnehmer bezüglich Gesundheit, Leistungsfähigkeit, Stresserleben und beruflichen Belastbarkeit kurz-,
mittel- und langfristig davon?

Im Einzelnen ergeben sich folgende Fragestellungen:

  • Ist das Präventionsprogramm geeignet, die Gesundheit der teilnehmenden Personen positiv zu beeinflussen?
  • Kommt es durch die Präventionsmaßnahme zu positiven Effekten bezüglich der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie biometrischer und psychosozialer Daten?
  • Zeigen sich signifikante Interventionswirkungen bezüglich der subjektiven Zufriedenheit mit der Gesundheit und der Einschätzung der subjektiven Arbeitsfähigkeit bzw. Erwerbsfähigkeit?
  • Wie wird das Präventionsprogramm aus Sicht der Teilnehmer wahrgenommen, bewertet und akzeptiert?
  • Frage nach dem Nutzen: “Wie sehr hat Ihnen die Präventionsmaßnahme genutzt?“

Antworten auf häufige Fragen (FAQ)

Da die medizinische Prävention zu den Pflichtleistungen der Deutschen Rentenversicherung gehört, übernimmt diese auch die Kosten für die Initialphase, ambulante Trainingsphase sowie Auffrischungsphase (Refresher). Während der Eigenaktivitätsphase können möglicherweise Angebote der Krankenversicherungen in Anspruch genommen werden. In dieser Phase fallen nicht zwangsläufig Kosten an.

Ja. Eine Präventionsleistung schließt eine Leistung zur medizinischen Rehabilitation, z.B. in der Klinik Höhenried, danach nicht aus, wenn der Zustand dies erfordert.

Nein, während bei einer Rehabilitation die Behandlung einer spezifischen Erkrankung im Vordergrund steht, wird bei der Präventionsleistung die Förderung der Gesundheit fokussiert: „Wie bleibe ich trotz hoher Belastungen und Risiken in der Arbeit und im Alltag gesund?“ Gesundheitsgerechte Verhaltensweisen, Bewegung, Fitness, aber auch der Umgang mit Stress und die nachhaltige Förderung einer gesunden Lebensführung, sind die Grundbausteine.

Nein, eine Zuzahlung zu unseren Präventionsprogrammen ist nicht zu leisten.

Für die Hin- und Rückfahrt zwischen dem Wohn- oder Aufenthaltsort und dem Centrum für Prävention, in dem die Initial- und Auffrischungsphase stattfinden, werden Fahrtkosten erstattet.

Die einzelnen Module werden in Gruppen von bis zu 15 Personen durchgeführt. Die Mitglieder einer Gruppe haben ähnliche gesundheitliche Beeinträchtigungen.

Die Initialphase sowie die Auffrischungsphase finden im Centrum für Prävention ganztägig stationär statt. Für diese Zeit erhält der Teilnehmer Entgeltfortzahlung – wie bei einer Rehabilitation. Er muss für diese Tage auch keinen Urlaubsantrag stellen. Die ambulante Trainingsphase und die Eigenaktivitätsphase ist dagegen berufs- und alltagsbegleitend. Diese Termine nimmt der/die Teilnehmende/n in seiner/ihrer Freizeit wahr.

Die Deutsche Rentenversicherung trägt die gesamten Kosten für den Aufenthalt im Centrum für Prävention sowie für die Reisekosten. Der Arbeitgeber leistet Entgeltfortzahlung während der Initialphase und der Auffrischungsphase (Refresher).

Alle Antragsvordrucke finden Sie auf:

Es müssen folgende Antragsformulare ausgefüllt werden:

  • Antragsformulare G0180 und G0185 sind vom Beschäftigten auszufüllen.
  • Das Antragsformular G0190 „Ärztlicher Befundbericht“ kann vom Arzt ausgefüllt werden, ist für die Beantragung aber nicht zwingend notwendig.

Der Betriebs- oder Werksarzt rekrutiert die Teilnehmer, stellt Präventionsbedarf fest und versendet die Unterlagen zur Bewilligung an die Deutsche Rentenversicherung.

Unsere Präventionsprogramme gliedern sich in mehrere Phasen und dauern insgesamt ca. 9 Monate. Die Initial- und Refresherphase findet im Centrum für Prävention statt, die ambulante Trainingsphase und die Eigenaktivitätsphase werden in den beruflichen Alltag integriert.

Arbeitgeber stellen ihre Mitarbeiter für die Dauer der stationären Phasen des Programms in Verbindung mit einer Entgeltfortzahlung frei.

Die Präventionsprogramme sind allen Versicherten der Deutschen Rentenversicherung zugänglich. Die Teilnehmenden sollen motiviert sein, ihre Gewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen und daran interessiert sein, dauerhaft ihr Verhalten zu ändern. Erforderlich ist hierfür eine aktive Teilnahme an allen Phasen des Programms.

Unsere Präventionsprogramme richten sich u. a. an Beschäftigte, die bei der Deutschen Rentenversicherung versichert sind, die eine gesundheitsgefährdende oder -belastende Beschäftigung ausüben bzw. bei denen bereits erste Beeinträchtigungen der Gesundheit bestehen.

Abkürzungsverzeichnis

DRV
Deutsche Rentenversicherung

Betsi
Beschäftigungsfähigkeit teilhabeorientiert sichern