Zu Hause trainieren per App. Centrum für Prävention der Klinik Höhenried führt Gesundheitsvorsorge ins digitale Zeitalter.

Wer kennt das nicht? Im stressigen Arbeitsalltag kommen Bewegung und gesunde Ernährung zu kurz und langsam schleichen sich erste gesundheitliche Beschwerden ein. Deshalb bietet die Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd in der Klinik Höhenried in Bernried seit vielen Jahren RV-fit an, ein Präventionsprogramm, das Beschäftigte bei ersten Anzeichen einer Beeinträchtigung kostenlos in Anspruch nehmen können. Gemeinsam mit der Universität Würzburg will das Centrum für Prävention (CeP) der Klinik Höhenried RV-fit nun ins digitale Zeitalter führen.

RV-fit ist ein gut neunmonatiges Gesundheitsprogramm mit den Schwerpunkten Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung. Es besteht aus vier Teilen: Zu Beginn steht ein sechstägiger stationärer Aufenthalt im CeP zur Bestandsaufnahme, Schulung, Training und Entwicklung eines Trainingsplans; in der dreimonatigen Trainingsphase sollen die Teilnehmer zu Hause angeleitet trainieren; es folgt die sechsmonatige Eigenaktivität zur Integration des Gelernten in den Alltag; abschließend wird mit drei Auffrischungstagen im CeP Bilanz gezogen.

Die Trainingsphase ist für die Teilnehmer nun per App möglich. Die Vorteile: Sie können trainieren wo und wann Sie möchten, sich via App mit Therapeuten und Mitgliedern der eigenen Trainingsgruppe austauschen, ihr Training dokumentieren und Informationen durch die Therapeuten erhalten zum Beispiel per Video. Die App übermittelt sogenannte Biovitaldaten der Teilnehmer, so dass die Therapeuten den Trainingsfortschritt überprüfen und darauf reagieren können.

Zur Einführung und langfristigen Nutzung der App gibt es nun das Kooperationsprojekt „CeP-online“ mit der Universität Würzburg. Ziele des Projektes sind, das Präventionsprogramm sowie die App auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen, sie zu optimieren und auf die Lebenswelten der berufstätigen Teilnehmer zuzuschneiden. So soll das webgestützte Training verbessert und langfristig die Zahl der Teilnehmer gesteigert werden. Das Forschungsprojekt läuft bereits seit Juni; der offizielle Startschuss erfolgte bei einem Treffen aller Beteiligten im Centrum für Prävention (s. Bild).